Logo

Risiken der Gentechnik


Das große Problem an der Gentechnik ist, dass sich einmal in die Umwelt freigesetzte Gene nicht mehr zurückholen lassen. Jede noch so hochgiftige Chemikalie baut sich irgendwann ab. Für Gen-Pflanzen gilt das nicht. Im Gegenteil, sie vermehren sich unkontrolliert. Durch Pollenflug oder Insekten wird die genmanipulierte Erbmasse auch auf herkömmliche Pflanzen übertragen – beim Raps und Mais durch Bienen bis zu 6 km weit.

Nicht selten gerät die Gen-Saat außer Kontrolle. In den USA war der genmanipulierte "StarLink"-Mais der Firma Aventis nur für Tierfutter zugelassen. Er steht im Verdacht, beim Menschen Allergien auszulösen. Dennoch wurde dieser Mais - trotz strenger Sicherheitsmaßnahmen - in Nahrungsmitteln wie z. B. Taco-Chips von Kraft nachgewiesen . Die verunreinigten, illegalen Produkte mussten zurückgerufen werden.

Sogar das Saatgut anderer Maissorten war verunreinigt. Noch heute - vier Jahre nach dem endgültigen Verbot des „StarLink“-Maises - finden sich Verunreinigungen im US-Maissaatgut.

Durch Auskreuzung können Gen-Pflanzen jede in sie hineinmanipulierte Eigenschaft auf andere Pflanzen übertragen – mehrere Studien beweisen das. Sobald sich die künstlichen neuen Gene im Saatgut oder in Wildpflanzen festsetzen, ist eine Rückholbarkeit de facto unmöglich. Weitergedacht bedeutet das, dass Gen-Pflanzen nach und nach eine gentechnikfreie Landwirtschaft unmöglich machen. Verbrauchern wird damit die Wahl genommen - dann muss gegessen werden, was auf den Tisch kommt: Gen-Food.

<<< Genpflanzen mit Nebenwirkungen | Lügen der Gentechnik >>>

Quelle & Text: Greenpeace